nadja benaissa heisst eine junge frau, die ihre freunde mit hiv infiziert hat, obwohl sie hätte wissen können, dass dies möglich ist. eigentlich ein alltäglicher fall. wieviele männer und fraunen poppen herum, ohne sich gedanken um die möglichen ansteckungsgefahren zu machen. nur nadja wusste es wohl. jetzt ist es ein justizfall und die geneigte oder besser gestandene öffentlichkeit darf anteil nehmen an dieser farce. eine junge frau, die mitglied in einer gruppe war, deren manager bestimmten, was und wie sie zu singen haben, verschweigt ihren bettpartnern, die wahrscheinlich geil darauf waren mit einer “no angels” frau in die kiste zu steigen, verschweigt ihnen also ihre hiv-infektion. jetzt läuft sie gefahr strafrechtlich belangt zu werden. juristisch vielleicht unbestritten, stellt sich doch hier die frage nach der moralischen verantwortung. hat sex eine juristische komponente, solange er freiwillig von zwei oder mehreren partnern ausgeübt wird? kann das strafrecht kitten, was die gesellschaft nicht hält? wer oder was wird da angeklagt? die partnerin, die anschließend verschmäht hat? Interessant wird sein, wie das Gericht (nach über 10 Jahren) entscheidet. Wird der HIV-Test für angehende Partnerschaften obligatorisch, zwingend vom Gesetzgeber vorgeschrieben?