Gibt es Lehren, die zu ziehen wären, aus der bisherigen Entwicklung am globalen Finanzmarkt? Wenn dann doch die: Politik und Ökonomie spielen ein Spiel, dessen Zuschauer die Öffentlichkeit ist. Der Titel lautet: Die bösen Banken und die Krise. Die Handlung ist eher flach. Die Guten sind die Politiker und die Angeschmierten die Bürger. Wie hiess es doch mal in schwäbischer Mundart? Oiner is immer de Arsch

keine wahlanalyse der betroffenen politiker genügt den einfachsten analysekriterien. auch nach dieser wahl gilt: der wahlgewinner sind die nichtwähler, 47,2% mit abstand das beste ergebnis. aber die politiker benehmen sich so, als hätten sie 100% der bevölkerung hinter sich. das sich demokratie heute auf die beteiligung einer absoluten minderheit beschränkt ist bedenklich, stört aber niemanden. aber dann über die eingeworfenen scheiben heulen….

muss man mitleid empfinden mit einer person, die sich über viele jahre hinweg inszeniert hat? die sich mit aller härte gegen wirkliche oder vermeintliche konkurrenten durchgebissen hat? die nun -wie zum abschuss freigegeben-warum drängen sich immer solche jagd- oder kampfmotive bei solchen themen auf? - die also nun von der öffentlichkeit und der eigenen partei gnadenlos demontiert wird.
nein, man muss kein mitleid empfinden, aber man kann.

wenn jetzt die forderung nach einer finanztransaktionssteuer aufkommt, die noch vor kurzen als “Tobin-Steuer” ein Projekt eher linker Politiker war, zeigt sich die ganze hilflosigkeit der staatlichen Infrastrukturen gegenüber der geballten macht des finanzkapitals. wie lautete eine aussage dieser zeit so klar: “Es ist nur ein Klick am Computer, der den Handelsort festlegt und in steuerfreies Gebiet verlagert“, schrieb der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Andreas Schmitz, in der “Bild“-Zeitung . dies ist die bankrotterklärung der politik vor dem kapitalismus.

Die Reflektion auf die Bedingungen, unter denen Lernen heute möglich und nötig erscheint, ist schwierig. Die zunehmende Verbreitung konstruktivistischer Ansätze in der Erziehungswissenschaft, verbaut den Blick auf das Wesentliche. Die Aneignung, Verarbeitung und erfolgreiche Anwendung von Wissen ist Arbeit, die Anleitung benötigt. Anleitung wird hier verstanden als eine reflektierte Begleitung individueller Lernprozesse.

In einem virtuellen Studiengang ist man gemeinsam alleine. Man setzt sich mit dem Lehrstoff auseinander - oder auch nicht, arbeitet in einer Gruppe, zeitversetzt -oder auch nicht, und zur deadline tut sich dann etwas. Es erinnert an die alten Gruppenarbeiten an der Uni vor 30 Jahren, als immer nur einzelne vorbereitet waren. Nur hatten wir damals eigentlich alle Zeit und heute? Studieren wir aus den unterschiedlichsten Motivationen.
Es hat einiges für sich, das Studieren im virtuellen Raum, aber noch kann es nicht ganz überzeugen.

Soviele Prüfungen liegen hinter mir. Nun die erste Prüfung eines virtuellen Studienganges. Es war kein sichtbarer Unterschied zum normalen Studieren. Es fehlte nur Geruch der Bücher.

Würde es sich um eine unbekannte Technologie handeln, man wäre erstaunt, könnte aber verstehen, warum die Informationslage so desolat ist. Aber hier handelt es sich um die friedliche Nutzung der Kernenergie in einem Land, das ja eine reiche Erfahrung in der unfriedlichen Nutzung der Kernenergie hat. Die Einschätzung der Desinformationskampagnen von Kraftwerksbetreiber und Regierung, denn wie anders sollte man die täglichen Pressekonferenzen betiteln, fällt schwer. Werden wir hier Zeugen eines kulturellen Umgangs mit individuellem Versagen, das diametral dem unseren entgegen gesetzt ist. Oder ist die Lage so verfahren, dass überall auf der Welt in dieser Situation das bloße Chaos herrschen würde? Zuviele Fragen, ohne hinreichende Antworten.

in den 90ziger Jahren hatte es noch etwas mit einem gelben Wohnmobil durch die Republik zu fahren und Schuhe mit bedruckten Sohlen zu zeigen. Jetzt ist es ernst geworden und es zeigt sich, was viele ahnten. Die Schuhe waren gar nicht besohlt. Hinter der Fassade der Zahnärzte steckt kein Bohrer, sondern nur ein Provisorium. Und jetzt ist die Ernstzeit angebrochen.

nadja benaissa heisst eine junge frau, die ihre freunde mit hiv infiziert hat, obwohl sie hätte wissen können, dass dies möglich ist. eigentlich ein alltäglicher fall. wieviele männer und fraunen poppen herum, ohne sich gedanken um die möglichen ansteckungsgefahren zu machen. nur nadja wusste es wohl. jetzt ist es ein justizfall und die geneigte oder besser gestandene öffentlichkeit darf anteil nehmen an dieser farce. eine junge frau, die mitglied in einer gruppe war, deren manager bestimmten, was und wie sie zu singen haben, verschweigt ihren bettpartnern, die wahrscheinlich geil darauf waren mit einer “no angels” frau in die kiste zu steigen, verschweigt ihnen also ihre hiv-infektion. jetzt läuft sie gefahr strafrechtlich belangt zu werden. juristisch vielleicht unbestritten, stellt sich doch hier die frage nach der moralischen verantwortung. hat sex eine juristische komponente, solange er freiwillig von zwei oder mehreren partnern ausgeübt wird? kann das strafrecht kitten, was die gesellschaft nicht hält? wer oder was wird da angeklagt? die partnerin, die anschließend verschmäht hat? Interessant wird sein, wie das Gericht (nach über 10 Jahren) entscheidet. Wird der HIV-Test für angehende Partnerschaften obligatorisch, zwingend vom Gesetzgeber vorgeschrieben?

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